Oberpfälzer Waldverein Pleystein
Vom Marktplatz aus gehen wir an der Nepomukstatue (1)  und der Pfarrkirche vorbei Richtung Friedhof. An der  Kreuzung der Galgenbergstraße mit dem Bocklradweg  erblickt man das Böllerten-Kreuz (2), das im Sommer  immer mit Blumen geschmückt ist. Weiter auf dem  Radlweg Richtung Vohenstrauß steht auf Höhe des  Altersheims das Willaxn-  Kreuz(3). Geradeaus weiter  findet man etwa 80m linker Hand im Gebüsch das etwas  versteckte Klotz-Kreuz (4). Der Weg führt jetzt weiter am  Bocklradlweg, dann den parallelen Feldweg entlang zum  Frankn-Kreuz am Waldrand.(5) Etwas aufwärts durch die  Senke, dann nach rechts  erreichen wir die Abzweigung  zum 30 m entfernten Haberkorn-Kreuz(6) und weiter  durch den schattigen Feldweg gelangen wir zur geteerten  Galgenbergstraße. Dort kann man auf dieser gleich den  Rückweg antreten, allerdings ist der Besuch der  sehenswerten wunderbar gelegenen Hasenbühlkapelle(7)  den späteren kleinen Anstieg am Wallner-Kreuz(8) vorbei  die Mühe mehr als wert.  Zurück auf der Straße nach  Pleystein sollte man unbedingt linker Hand vor dem  Galgenbergkreuz(9) den Galgenberghügel besteigen, das  10 m hohe neue Gipfelkreuz(10) bestaunen und auch die  Reste des dortigen mittelalterlichen Galgens. Etwas  unterhalb findet sich 100 m abseits der Straße das große  Götz-Kreuz(11). Zum Schluss gilt es für den Wanderer  am Ortseingang das neu bemalte Bachhofner-Kreuz(12)  zu bewundern oder man geht schon  an der Abzweigung  des Hasenbühlweges zuerst nach rechts und dann gleich  links den Weg hinab. Dann erlaubt der Rückweg zuerst  am Bauriedl-Kreuz(13) und später am Materl-Kreuz(14)  vorbei weitere wunderbare Blicke auf Pleystein. 
Marterlweg Pleystein Rundweg Markierung: ca.: 4,5 km   Dauer: ca. 2 Stunden   Strecke: leicht Einkehrmöglichkeiten: in Pleystein Wegbeschreibung:
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weitere Angaben zu den Kreuzen, Statuen oder anderen Flurdenkmälern: Nr. 10 Galgenbergkreuz  Text von Wilhelm Hartung  Als Hausberg der Rosenquarzstadt gilt seit jeher der geschichtsträchtige Galgenberg, dessen schauriger Name  untrennbar mit dem ehemaligen Gerichtswesen in Pleystein verbunden ist, wo auf dessen höchsten Punkt sich im  Mittelalter die Richtstätte befand und die Delinquenten gehängt, geköpft oder gerädert wurden. 1935 wurde dort die  Flugwachtstation gebaut, und bis in die 1990er Jahre hinein wurden hier die Johannisfeuer entzündet. Vom 614 Meter  hoch gelegenen Plateau aus bietet sich dem Wanderer ein herrlicher Rundblick auf die Hügellandschaft des Grenzlandes  bis weit ins Böhmische hinein. Im Jahr 2014 wurde dank des Engagements von Altbürgermeister Johann Walbrunn ein  neues Gipfelkreuz aufgestellt, das von den Pleysteiner Fußwallfahrern finanziert wurde, angefertigt von der Firma Voit  Stefan GmbH in deren Produktionshalle bei Hagendorf zum Selbstkostenpreis. Es ist zehn Meter hoch, besteht aus  Eisenmaterial, wurde verzinkt und von der Voit GmbH auch in die Höhe gehievt.   Auf jenem Plateau wurde zum ersten Mal im September 1977 ein 16 Meter hohes Holzkreuz installiert, das aber bereits  zwei Jahre später im unteren Bereich morsch geworden war, umknickte und aus Sicherheitsgründen entfernt werden  musste. Treibende Kraft der Kreuzaktion war damals Hans Friedl (1929 - 2012). Ihm war der Gedanke an ein Gipfelkreuz  auf dem Galgenberg während eines Urlaubs in einem kleinen italienischen Bergdorf gekommen. Das Kreuz sollte nicht  nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch hineinstrahlen in das böhmische Nachbarland, in welchem die Kirche zu  jener Zeit schwer kämpfen musste. Von 1979 bis 1999 befand sich kein Kreuz mehr auf dem Galgenberggipfel. 1999  ergriff wieder Hans Friedl die Initiative in enger Zusammenarbeit mit dem Leiter der Pleysteiner Pilgerschar und späterem  Bürgermeister Johann Walbrunn. Beim Bau des neuen Kreuzes wurde das Duo von Zimmerermeister Hans Hagn, Hans  Schwandner, Franz Bauriedl, Albert Schneider, Josef Rewitzer, Hubert Rewitzer, Dieter Klotz und Berthold Herrmann  unterstützt. Auch der damalige Bürgermeister Willi Reil schaute immer wieder vorbei und würdigte den vorbildlichen  Einsatz der Truppe, die kostenlos arbeitete  und aus einem gestifteten Holzmasten ein imposantes Kreuz mit den  Ausmaßen von 14 Metern Höhe und der Querbalkenbreite von fünf Metern schuf. Parellel dazu wurde ebenfalls in  Eigenregie als Befestigungsvorrichtung eine Eisenschiene angefertigt, die in einem Betonfundament verankert wurde.  Bereichert wurde das Areal durch eine Sitzgruppe und durch Ziersträucher, die frisch angepflanzt wurden. Aufgestellt  wurde das neue Gipfelkreuz am 14. Mai 1999, gesegnet wurde es am 20. Oktober 2000. 
Nr. 8 Hasenbühlkapelle/Schneiderkapelle
Pleystein. (tu) Auf den Tag genau vor nunmehr 30 Jahren wurde die herrliche Waldkapelle des bekannten Allroundkünstlers  Hermann Schneider aus Pleystein auf dessen Grundstück in der Flurabteilung Hasenbühl eingeweiht. Binnen eines Jahres  hatte er das kleine Gotteshaus, das der Schmerzhaften Muttergottes gewidmet ist, vollkommen in Eigenregie errichtet,  angefangen vom Entwurf über den Bau bis hin zur Innenausstattung mit Bildern und Schriften. Am Sonntag, 15. Juli 1979,  wurde die Gedächtniskapelle bei Kaiserwetter und in Anwesenheit von zahlreichen Gläubigen vom damaligen Stadtpfarrer  Dekan P. Andreas Pfeiffer (1915 - 1999) gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben. Ausschnitte aus der "Waldlermesse", zu  Gehör gebracht von den Sängern Xaver Gallitzendörfer, Wilhelm Hartung jun., Erwin Klotz, Josef Wildenauer, Josef Meier  und Dirigent Albert Götz,  begleiteten stimmungsvoll jene Feierstunde in der Waldeinsamkeit. Seit jenem denkwürdigen  Datum wird dieser Hort der Besinnung und der stillen Einkehr inmitten des Hochwaldes immer wieder von Einheimischen und  Gästen gerne aufgesucht, vor allem auch von Wanderern aus Richtung Lohma und Vohenstrauss. Im Jahr 2003 war der  „Binnerwulfn-Hermann“ fast nur noch auf diesem beschaulichen Fleckchen Erde zwei Kilometer von Pleystein entfernt zu  finden. In mühevoller Arbeit überholte er das sakrale Gebäude aussen und innen. Diese zeitaufwändige Generalrenovierung  beinhaltete unter anderem die Installierung eines neuen Dachfirstes, die eingehende Säuberung der Dachziegel und einen  neuen Anstrich der Fassade sowie die Neugestaltung der Holzdecke mit Balken und Ornamenten und die Restaurierung des  wunderschönen Altarbildes. Auch das gesamte Umfeld wurde einer Sanierung unterzogen. Dank des Engagements dieses  Idealisten und Heimatfreundes, der seit 39 Jahren Leiter und Motor der von ihm mit aus der  Taufe gehobenen  Schnitzergemeinschaft Pleystein ist, erstrahlt das religiöse Kleinod im Hasenbühl seitdem in neuem Glanz. Die Werke von  Hermann Schneider sind in der näheren Region überall zu finden, so zum Beispiel als Kleinaltar in der Marienkirche auf dem  Fahrenberg oder eben auch in seiner eigenen Kapelle. Für seine hervorragenden Verdienste um das Ehrenamt über  Jahrzehnte hinweg wurde dem 68-jährigen Idealisten am 23. April 2003 durch Landrat Simon Wittmann als Dank und  Anerkennung das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten überreicht. Vor einigen Monaten wurde er von  Bürgermeister Johann Walbrunn in Würdigung seines vorbildlichen Engagements in der Heimat- und Brauchtumspflege mit  dem "Pleysteiner Taler" ausgezeichnet.  Nr. 1 Nepomukstatue aus Stadtchronik von Siegfried Poblotzki Die Verehrung des Hl. Johannes Nepomuk war um die Mitte des 18. Jahrhunderts weit verbreitet. Sie fand ihren Niederschlag  in den vielen Statuen des Brückenheiligen, die fast alle in der Barockzeit entstanden. Der Pleysteiner »Johannes" wurde 1731  von dem Pflegsverwalter Christian Ludwig v. Schepper gestiftet. Die Friedhofkapelle, erbaut 1750, wurde ebenfalls dem M.  Joh. Nep. geweiht.  Stadtpfarrer Dr. Weil erwähnte bereits die Feierlichkeiten bei der Statue auf dem Marktplatz, so daß der Verehrerkreis des Hl.  Johannes Nepomuk wahrscheinlich schon 1731 bestanden hat. Die Stiftung Scheppers kann wohl mit dieser Vereinigung in  Zusammenhang gebracht werden.  Die Geldmittel für die Zwecke der Vereinigung kamen aus freiwilligen Spenden. Das Namensfest des Heiligen am 16. Mai  wurde alljährlich festlich begangen, dabei die Statue auf dem Marktplatz geschmückt und beleuchtet und während der Oktave  davor täglich der Rosenkranz gebetet. Gestiftete Messen wurden in der Friedhofkapelle gefeiert.  1788 wurde ein hölzernes Geländer um die Statue gemacht, doch sammelte man schon für eine steinerne Umfassung 31 fI  30 kr. Durch eine weitere Kollekte 1789 erhöhte sich der Betrag auf 37 fl 44 kr, die für den Zweck ausreichten. Der Steinhauer  Johann Kreuzer aus der Leßlohe verfestigte die steinerne Einfassung für 30 fI und 1 fI Leikauf. Für Bier und Brot, die Arbeiter  und Fuhrmänner beim Aufsetzen verbrauchten, bezahlte man 1 fl. Die Arbeiten dauerten 5 Tage. Der Schmiedemeister  Ferdinand Schreiner lieferte 12 Klammern und 64 Keile, für die er 18 Pfund Eisen verbrauchte, 2 fI 39 kr, außerdem benötigte  er noch 11/4 Pfund Blei. Die Einfassung war im November 1789 fertig und kostete 36 fi 9 kr.  Eine Renovierung der Figur wurde 1790 vorgenommen. Sie erhielt eine farbige Bemalung und der Kranz wurde vergoldet.  Farben für den Malzer, Kochzucker, Alaun und 2 Büchl Gold für den Vergolder besorgte der Chevauleger Springer in Weiden,  das Leinöl stiftete die Jungfer Haberstumpf. Zum Fest der Renovierung am 16. Mai schmückte man die Statue und deren  Umrandung mit Kränzen, Blumen, Tannenstreu, Buschen, Waldbäumen und bunten Kugeln. Der Türmer machte am  Vorabend, am Haupttage und noch am 22. Mai Musik (2 fl) und der Schulmeister Hottner unterstützte ihn dabei (1 fI 30 kr).  Der Korporal Schuller betätigte sich als Trommler und bekam für seine Leistung 4 kr. Zur Beleuchtung während der 8 Tage  verbrauchte man für 33 kr Baumöl. Die Helfer tranken 51 Maß Bier. Nach den Feierlichkeiten wurden die Leuchter nach  Burgtreswitz zurückgebracht, wo man sie zu leihen genommen hatte."