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Siegfried Poblotski schreibt dazu in der Chronik: Fronleichnamsprozession Bei der Fronleichnamsprozession waren die Altäre an den selben Häusern aufgestellt wie auch heute noch: I. Evangelium Haus v. Rummel (heute Metzgerei Zimmermann), 2. Evangelium Haus Hoffmann, (heute Weiß), 3. Evangelium Haus Danzer (heute alte Post) und 4. Evangelium Haus Voith (heute Haus Gillitzer). Der Prozessionsweg vom 2. zum 3. Altar verlief damals anders. Man ging zum Ziegeltor hinaus, über den Graben und zum alten Tor wieder herein, weil der Weg durch die Altenstadt zu steinig und unsauber war und die Menge der Leute sich nicht hätte entfalten können. Nach einer anderen Darstellung hat man die Altenstadt deshalb gemieden, weil man am Gefängnis vorbei musste und die Gefangenen durch die vergitterten Fenster mit unflätigen Zurufen und Gebärden die Prozessionsteilnehmer öfters belästigt hatten. Das Anbringen von Birken an den Häusern scheint schon sehr alt zu sein und wird in der Kirchenrechnung von 1785 erwähnt. Das Schmücken mit Kränzen und bunten Tüchern führte 1868 Kooperator Troßner ein. Ein Teil der Bevölkerung widersetzte sich dieser Neuerung mit der Begründung, dass das Gaffen auf den Schmuck vom Beten ablenken würde. Von Alters her war es üblich, dass an Fronleichnam die 4 Bürgermeister ein Essen gaben und dazu den Pfarrer und andere Gäste luden. An Ostern und Pfingsten gab es früher 3 Feiertage; der dritte wurde 1803 abgeschafft. 1 825 feierte man erstmals die Cbristmette als Mitternachtsgottesdienst, früher war sie am Nachmittag. Im Juni 1868 stellten Bürgermeister und Rat einen Antrag an das Pfarramt, zur Abwendung der großen Trockenheit Bittgänge zu veranstalten. „Am 30. Juni 1798 weigerte sich der Quardian des Klosters Pfreimd, einen Pater zum Predigen abzustellen. Seitdem unterblieb der Brauch.